In der Asking-Price-Stichprobe vom 25 Apr 2026, abgeglichen mit Einkommensdaten von 2024, konzentrieren sich Deutschlands erschwinglichste Wohnungsmärkte auf Städte, in denen die Kaufpreise im Verhältnis zu den lokalen Einkommen relativ niedrig bleiben. Für Erstkäufer und Hypothekeninteressenten geht es in diesem Ranking weniger um nationale Schlagzeilentrends als darum, wo die Einstiegspreise weiterhin nahe bei ein bis zwei Jahren des medianen persönlichen Einkommens liegen.
Die günstigsten Einstiegsniveaus liegen deutlich unter dem Großstadtbild des deutschen Wohnungsmarkts
In der Stichprobe vom 25 Apr 2026 zeigt sich vor allem, wie niedrig der Einstiegspreis in mehreren westdeutschen und sekundären Wohnungsmärkten bleibt. Das ist wichtig, weil sich Erschwinglichkeitskennziffern dort am schnellsten verbessern, wo die absoluten Preise gedämpft bleiben: Selbst moderate Einkommensniveaus können dann noch einen vergleichsweise niedrigen Wert in Einkommensjahren stützen.
Gelsenkirchen rangiert auf Platz eins, mit einem medianen Angebotspreis für Wohnungen von €108,946 gegenüber einem medianen persönlichen Einkommen von €48,600 im Jahr 2024, was einen Erschwinglichkeitswert von 1.0 Jahren ergibt. Herne folgt mit €133,970 und 1.3 Jahren auf derselben Einkommensbasis von €48,600.
Kassel und Hagen teilen sich mit 1.5 Jahren die nächste Stufe, erreichen diesen Wert jedoch über unterschiedliche Kombinationen aus Preis und Einkommen. Kassel weist mit €59,100 das höchste Einkommensniveau unter den ersten vier auf, bei einem medianen Wohnungspreis von €199,888. Hagen erreicht denselben Erschwinglichkeitswert mit einem niedrigeren Preis von €158,996 und einem medianen persönlichen Einkommen von €48,600.
Für Käufer, die Standorte vergleichen, ist dieser Unterschied praktisch relevant. Eine Stadt kann erschwinglich wirken, weil die Preise besonders niedrig sind, weil die Einkommen vergleichsweise höher sind oder weil beides günstig zusammenkommt. In diesem Ranking dominieren die preisgünstigsten Märkte die absoluten Spitzenplätze.
| Rank | City | Median apartment price | Median personal income | Affordability |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Gelsenkirchen | €108,946 | €48,600 | 1.0 years |
| 2 | Herne | €133,970 | €48,600 | 1.3 years |
| 3 | Kassel | €199,888 | €59,100 | 1.5 years |
| 4 | Hagen | €158,996 | €48,600 | 1.5 years |
| 5 | Mönchengladbach | €174,865 | €48,600 | 1.6 years |
| 6 | Bremen | €218,810 | €58,900 | 1.7 years |
| 7 | Magdeburg | €138,853 | €37,200 | 1.7 years |
| 8 | Wuppertal | €185,240 | €48,600 | 1.7 years |
| 9 | Bochum | €193,175 | €48,600 | 1.8 years |
| 10 | Wolfsburg | €188,902 | €47,900 | 1.8 years |
Das Ruhrgebiet ist der deutlichste Cluster in der Erschwinglichkeitstabelle
Im Ranking vom 25 Apr 2026 bilden das Ruhrgebiet und nahe gelegene Städte in Nordrhein-Westfalen die sichtbarste Konzentration erschwinglicher Wohnungsmärkte. Solche Cluster treten häufig dort auf, wo ein großer Bestand älterer Wohnungen die Angebotspreise stärker begrenzt als in prestigeträchtigen Märkten mit knapperem Angebot.
Fünf der zehn führenden Städte liegen in diesem breiten westdeutschen Industriegebiet: Gelsenkirchen, Herne, Hagen, Mönchengladbach, Wuppertal und Bochum erscheinen alle in der Liste, mit Erschwinglichkeitswerten von 1.0 bis 1.8 Jahren. Ihre medianen Wohnungspreise reichen von €108,946 in Gelsenkirchen bis €193,175 in Bochum, während die meisten denselben Marker für das mediane persönliche Einkommen von €48,600 teilen.
Dieses gemeinsame Einkommensniveau macht die Preisstaffel für Käufer besonders gut lesbar. Herne mit €133,970 liegt deutlich unter Wuppertal mit €185,240 und Bochum mit €193,175, und die Erschwinglichkeitswerte bewegen sich entsprechend von 1.3 Jahren auf 1.7 und 1.8 Jahre.
Mönchengladbach landet mit €174,865 und 1.6 Jahren in der Mitte dieser Gruppe. Für Haushalte, die bereit sind, über Deutschlands international sichtbarste Städte hinauszusuchen, bietet dieser Teil des Landes mehrere Wohnungsmärkte mit einem medianen Preis von unter €200,000 auf derselben Shortlist.
Der Fokus auf Erschwinglichkeit steht zudem neben dem breiteren Druck auf den Wohnungsmarkt in deutschen Medien. "Wohnungsmarkt 2026: Mieten explodieren, Regierung zieht Bremse" (Börse Express, 29 Apr 2026) zeigt, dass Wohnkosten ein nationales Politikthema bleiben, auch wenn einige Wohnungskaufmärkte auf Basis der Einstiegspreise weiterhin relativ zugänglich erscheinen.
Ähnliche Erschwinglichkeitswerte können sehr unterschiedliche Einkommens- und Preisstrukturen verbergen
In der Stichprobe vom 25 Apr 2026 sehen Städte mit demselben Erschwinglichkeitswert darunter nicht zwangsläufig gleich aus. Für Käufer ist das die nützliche Nuance: Ein Verhältnis allein sagt nicht, ob man in einen Markt mit niedrigerem Einkommen und niedrigerem Preis oder in einen Markt mit höherem Einkommen und höherem Preis eintritt.
Das klarste Beispiel ist die Gruppe mit 1.7 Jahren. Bremen verzeichnet einen medianen Wohnungspreis von €218,810 und ein medianes persönliches Einkommen von €58,900. Magdeburg erreicht denselben Wert von 1.7 Jahren mit einem deutlich niedrigeren Preis von €138,853, aber auch mit einem niedrigeren Einkommensniveau von €37,200. Wuppertal liegt ebenfalls bei 1.7 Jahren, mit €185,240 gegenüber €48,600.
Kassel zeigt einen ähnlichen Kontrast eine Stufe darüber. Sein Erschwinglichkeitswert von 1.5 Jahren geht mit einem medianen Wohnungspreis von €199,888 einher, merklich über Hagens €158,996, doch Kassel hat auch den stärkeren Einkommenswert mit €59,100 gegenüber €48,600.
Deshalb funktionieren Erschwinglichkeitsrankings am besten als Screening-Instrument und nicht als vollständige Kaufentscheidung. Märkte mit ähnlichen Werten in Einkommensjahren können sehr unterschiedliche monatliche Finanzierungsbedarfe, Eigenkapitalhürden und Qualitätsmischungen auf Nachbarschaftsebene implizieren, noch bevor ein Käufer Gebäudezustand oder Wohnungsgröße berücksichtigt.
Wohnungsmärkte unter €200,000 dominieren das günstige Ende der Tabelle
Im Ranking vom 25 Apr 2026 wird das erschwingliche Segment vor allem durch niedrige absolute Kaufpreise definiert. Das ist ein vertrautes Marktmuster: Wenn die medianen Angebotspreise unter wichtigen psychologischen Schwellen bleiben, verbessert sich die Erschwinglichkeit oft schnell, auch ohne ungewöhnlich hohe lokale Einkommen.
Sieben der zehn Städte in der Tabelle haben mediane Angebotspreise für Wohnungen von unter €200,000: Gelsenkirchen mit €108,946, Herne mit €133,970, Magdeburg mit €138,853, Hagen mit €158,996, Mönchengladbach mit €174,865, Wuppertal mit €185,240, Bochum mit €193,175 und Wolfsburg mit €188,902. Kassel bleibt mit €199,888 knapp unter dieser Linie, während Bremen mit €218,810 die einzige Stadt klar darüber ist.
Am günstigsten Ende ist der Abstand erheblich. Gelsenkirchens medianer Preis von €108,946 liegt unter den €138,853 in Magdeburg und weit unter Bremens €218,810. Für Erstkäufer, die Eigenkapital ansparen oder die Tragfähigkeit einer Hypothek prüfen, können diese niedrigeren Einstiegspreise genauso wichtig sein wie das Verhältnis selbst.
Bemerkenswert ist auch Wolfsburg am unteren Ende der Top Ten. Sein medianer Wohnungspreis von €188,902 und ein medianes persönliches Einkommen von €47,900 ergeben einen Erschwinglichkeitswert von 1.8 Jahren, womit die Stadt es knapp auf die Shortlist schafft, trotz eines höheren Preises als in mehreren Ruhrgebietsstädten.
Für Käufer ist die Tabelle eine Shortlist zugänglicher Märkte und kein einzelner Sieger
In der Sicht vom 25 Apr 2026 lautet die praktische Schlussfolgerung, dass Deutschlands erschwinglichste Wohnungsmärkte nicht auf ein einziges Stadtprofil beschränkt sind. Sekundäre urbane Zentren, regionale Knotenpunkte und westdeutsche Bestandswohnungsmärkte erscheinen alle, was Käufern mehrere Wege zu kostengünstigerem Eigentum eröffnet.
Das Ranking umfasst eine enge Erschwinglichkeitsspanne von 1.0 Jahren in Gelsenkirchen bis 1.8 Jahren in Bochum und Wolfsburg. Innerhalb dieser Spanne reichen die Preise von €108,946 bis €218,810, während die medianen persönlichen Einkommen von €37,200 in Magdeburg bis €59,100 in Kassel reichen.
Für umzugsorientierte Käufer bedeutet das, dass die Shortlist auf mehr als eine Weise gefiltert werden kann. Manche werden den niedrigstmöglichen Kaufpreis priorisieren, was auf Gelsenkirchen, Herne oder Magdeburg verweist. Andere bevorzugen vielleicht eine Stadt mit etwas höherem Einkommensniveau, die dennoch in der erschwinglichen Kategorie bleibt, wodurch Kassel und Bremen in den Blick rücken.
Der übergeordnete Punkt ist einfach: In Deutschlands Wohnungmarkt-Stichprobe 2026 existiert Erschwinglichkeit weiterhin, aber sie konzentriert sich auf bestimmte Stadttypen, statt gleichmäßig über das Land verteilt zu sein.
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Cities in Germany: Berlin · München · Hamburg · Leipzig
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Veröffentlicht: May 1, 2026

